GesundheitsCampus in der entscheidenden Phase

 

ES EILT:

Am  vergangenen Freitag, den 1. Februar 2019, wurde im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen des Gemeinderats erneut über den Bau eines Gesundheitscampus beraten und den damit verbundenen Verkauf des Grundstücks direkt neben dem Mineralbad Berg.

OHNE BESCHLUSS – Das Thema wurde zunächst zur Beratung an den Bezirksbeirat Ost übergeben, der in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch, den 06.02.2019 eine Empfehlung aussprechen soll.

 

GesundheitsCampus neben dem Mineralbad Berg (Visualisierung eines denkbaren Gebäudes) :
Abbildung © BergerBürger e.V./Wgl/Kartengrundlage Stadtmessungsamt der Lhst Stuttgart,
Architektur angelehnt an Isin +Co. GmbH & Co. KG, Aalen, blocher partners, Stuttgart, 4a Architekten GmbH, Stuttgart

 

Wir (Berger Bürger e. V.) machen uns seit fast einem Jahrzehnt für den GesundheitsCampus stark. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen und teilweise unterschiedlichen Präferenzen bei den Entscheidungsträgern konnten wir im gemeinsamen Unterausschuss „Schwanenplatz“ die

Leitplanken für den GesundheitsCampus

definieren. Es freut uns, dass wir im Rahmen des anschließenden Investorenwettbewerbes mit Planquadrat einen Partner finden konnten, der unsere grundsätzlichen Zielvorstellungen teilt und ein überzeugendes architektonisches Gesamtkonzept vorgestellt hat.

 

Es ist uns sehr wichtig, dass diese Leitplanken in Verbindung mit einem Verkauf verbindlich festgeschrieben werden, damit diese auch nachhaltig garantiert sind. (Siehe auch unsere Präsentation in der Mitgliederversammlung 2018)

 

Folgende Leitplanken wollen wir noch einmal in Erinnerung rufen:

  • Die Prävention und Gesundheitserhaltung als inhaltliches Hauptthema (sowohl in medizinischer Sicht, als auch in der therapeutischen Behandlung)
  • Der niederschwellige Zugang zu allen Einrichtungen im GesundheitsCampus (d. h. keine ausschließlichen Privatpraxen, sondern ein gesunder 80:20 Mix)
  • Synergien innerhalb des GesundheitsCampus und zum Mineralbad Berg (d. h. die einzelnen Elemente des GesundheitsCampus müssen ineinander greifen und Therapieprogramme im Mineralbad Berg müssen nachgewiesen werden. Dies muss auch in den Belegungsplänen des Bäderamtes berücksichtigt sein.

 

Ein Verkauf des Grundstücks, ohne vertragliche Vereinbarungen wie die oben genannten Punkte bei einem späteren Betrieb garantiert werden können, birgt unserer Meinung nach die Gefahr, dass im Zeitablauf (auch durch wirtschaftliche Erwägungen) die gewünschten Inhalte und deren  Zusammenspiel verloren gehen.

 

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte zum GesundheitsCampus, auch seit Auftragserteilung an die Fa. Planquadrat im Jahr 2016 sind wir sehr aktiv, um (neben der sehr gelungenen Architektur) auch ein passendes und aus wissenschaftlicher Sicht zukunftsweisendes Nutzungskonzept zu entwickeln. Und auch immer wieder im Austausch mit den Projektentwicklern (Planquadrat). Aber: Uns ist auch stets die Expertenmeinung wichtig!

 

Was haben wir getan und was empfehlen wir?

Gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Stephan Bischoff (Universität Hohenheim, Institut für Ernährungsmedizin) und Herrn Dr. Heitmann (Chefarzt für Rheumatologie im Marienhospital) haben wir im Rahmen einer Arbeitsgruppe ein aus medizinscher und wissenschaftlicher Sicht zukunftsfähiges Nutzungs- Betriebes- und Organisationskonzept entwickelt, das sich wunderbar im GesundheitsCampus von Planquadrat realisieren ließe. Und ganz wichtig: Auch eine Finanzierung in Verbindung mit niederschwelliger Nutzung für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gästen ist möglich!

 

Was zeichnet unser Nutzungs- und Organisationskonzept aus?

 Die 4 Themenfelder der Projektentwickler Planquadrat treffen auch unser Bild und bilden das Fundament für die Nutzung

  1. (Ärztezentrum, Therapie-Zentrum, Vitalitätszentrum, Health Suiten für Kurgäste, etc.),
  2. Die Wahl der ärztlichen Disziplinen müssen sich an dem Leitgedanke der Prävention und Gesundheitserhaltung orientieren (d. h. keine Ärzte, die keine präventiven Leistungen anbieten, sondern „nur“ den GesundheitsCampus „füllen“ und nicht vernetzt arbeiten wollen)
  3. Die Rheumatologie (sehr gut mit Mineralwasser behandelbar) sowie die Ernährungsmedizin (Adipositas), die Orthopädie und Neurologie sind wesentliche medizinische Pfeiler wenn es um das Thema „Prävention“ geht, ergänzt um die wichtige Allgemeinmedizin (die eine wesentliche „Lotzenfunktion“ hat).
  4. Die Synergien zum Mineralbad Berg sind durch wesentliche Behandlungsmethoden allein im Bereich der Rheumatologie gut aufzeigbar, sogar berechenbar.
  5. Der niederschwellige Zugang bei gleichzeitigem wirtschaftlichen Betrieb kann durch die Organisationsform einer Stiftung gut gewährleistet werden. Stifter (Einzelstifter sowie mehrere Stifter) sind erkennbar vorhanden.
  6. Die Nachhaltigkeit des „Geistes des GesundheitsCampus“ ist gut über ein Kuratorium, das neben dem Stifter mit Vertretern der im GesundheitsCampus enthaltenen medizinischen Disziplinen, Juristen und Ökonomen, idealerweise der Stadt Stuttgart sowie  Bürgervertretern besetzt ist. Das Kuratorium bestellt gemeinsam mit dem Stifter die Geschäftsführung und stellt sicher, dass die Leitplanken des Nutzungskonzepts im laufenden Betrieb eingehalten werden.

 

DESHALB IST WICHTIG:

 Kein Verkauf ohne vertragliche Fixierung der Inhalte zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit des „Geistes des GesundheitsCampus“!

 

Visualisierung UND VIDEO  mit verschiedenen Abteilungen und Angeboten auf 3 Gebäudeteile verteilt.

Abbildung © BergerBürger e.V./Wgl/Kartengrundlage Stadtmessungsamt der Lhst Stuttgart,
Architektur intretiert und angelehnt  an Darstellungen von blocher partners, Stuttgart

 

WIR EMPFEHLEN DEM GEMEINDERAT:
  1. Prävention und Gesundheitserhaltung für alle Bürgerinnen und Bürger in Kauf- und Einzel-Pachtverträgen fixieren
    (d. h. dass die o. g. fachlichen Leitplanken jeder Pächter erfüllen muss sowie die Bereitschaft zur Vernetzung mit den anderen, enthaltenen Disziplinen erkennbar sein muss)
  2. Das detaillierte Nutzungskonzept mit Organisations- und Betriebsmodell unter Einbezug von medizinischer Expertise, des Berger Bürger e. V., sowie Vertreter der Stadt Stuttgart, u. a. weiter zu entwickeln und im Kaufvertrag zu verankern.

  3. Eine dauerhafte Beteiligung der Stadt Stuttgart am Gesundheitscampus vorzusehen

 

VORTEILE:
  • Planungssicherheit für die Fa. Planquadrat  und Weiterführung der Raumplanungen
  • Zeit für detaillierte, inhaltliche Konzepterstellung für Nutzung, Organisation und Betrieb („Geist des Hauses“ nachhaltig sicherstellen)

    Aber: Planquadrat nicht alleine lassen, sondern Fachexpertise einfordern.
    z. B. in einer Arbeitsgruppe mit Fa. Planquadrat, Prof. Bischoff, Dr. Heitmann, Berger Bürger e. V., blocher partners, etc. die bislang fruchtbare Arbeit weiterführen mit dem

 

ZIEL:
  • Passende Pächter, passende Finanzierungspartner, passende Organisationsstruktur, passende Geschäftsführung

 

Wir bitten alle Leser, Förderer, Entscheidungsträger unsere Forderung auf eine gemeinsame Entwicklung zu unterstützen und zum Gelingen eines in der Bundesrepublik einzigartigen und zukunftsweisenden GesundheitsCampus für die Landeshauptstadt Stuttgart beizutragen.

 
Vogelperspektive: Visualisierung eines möglichen Gebäudekomplexes

Abbildung © BergerBürger e.V./Wgl/Kartengrundlage Stadtmessungsamt der Lhst Stuttgart,
Architektur intretiert und angelehnt  an Darstellungen von blocher partners, Stuttgart
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